Vitra Eames Lounge Chair: Klassiker mit zeitlosem Charme

Vitra Eames Lounge Chair

Markant in der Form, perfekt in der Verarbeitung – und dabei so gemütlich wie kaum ein anderer Design-Sessel: Der Eames Lounge Chair zählt nicht ohne Grund zu den bekanntesten Entwürfen der Neuzeit

Das Designerpaar Charles und Ray Eames experimentierte schon seit den 1940er Jahren mit Schichtholz, Fiberglas und Aluminiumguss-Verfahren. Während des Krieges entwickelten sie so etwa besonders leichte Flugzeugteile für Maschinen der amerikanischen Armee. In der Nachkriegszeit zahlte sich die Erfahrung im Umgang mit diesen Materialien aus: Im Jahr 1956 entwarfen die beiden den Eames Lounge Chair.

Englische Club-Sessel als Vorbild

Inspiriert wurden Charles und Ray Eames dabei von den traditionellen englischen Clubsesseln. Das dunkle Furnier (wahlweise Palisander, Nussbaum oder Kirschbaum-Holz) sowie das schwarze Leder spiegeln das Vorbild wieder. Doch das Ziel der Eames war eine zeitgemäße Version des Clubsessels. Er sollte ein hohes Maß an Komfort bieten, groß und luxuriös wirken und dabei zugleich höchste Ansprüche an Material und Verarbeitung befriedigen.

Vitra Eames Lounge Chair

Aufwendige Verarbeitung für höchsten Komfort

Das Kunststück gelang: Der Lounge Chair ist nicht nur eleganter und moderner als die klobigen englischen Clubsessel, sondern wirkt auch leichter als das Vorbild. Dies gelang nicht zuletzt durch eine komplexe Zusammensetzung des Eames Lounge Chairs aus verschiedenen Elementen. Der Sitz des Stuhls besteht aus drei unterschiedlich geformten Schalen aus Schichtholz, die um eine zweiteilige Rückenlehne ergänzt werden. Drei üppige Lederpolster sorgen für den bekannten hohen Sitzkomfort. Auch die Armlehnen sind mit edlem Leder bezogen. Stabilen Stand ermöglicht der fünfarmige Sternfuß aus Aluminium.

Beine hoch: Eames Ottoman

Ergänzt wird der Lounge Chair durch die Eames Ottoman, welche es wortwörtlich ermöglicht, auch mal die Beine hochzulegen. Mit der gleichen Gestaltung und Qualität ergänzt er den Stuhl und erweitert die Anwendungsmöglichkeiten im Alltag auf kultivierte Art und Weise.

Charles and Ray Eames

Visionäres Ehepaar: Charles und Ray Eames

In der Geschichte des Designs war wohl kaum ein Ehepaar so produktiv wie Charles und Ray Eames. Dutzende, wenn nicht hunderte Möbelstücke gehen auf Entwürfe der beiden visionären Köpfe zurück. Doch auch Filme, Fotografien und Ausstellungen nutzten die beiden, um ihre Kreativität in die Welt zu tragen. Sie zählen damit zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des Designs im 20. Jahrhundert.

Original nur von Vitra

Das innovative Design der Stühle zieht Nachahmer an: Wer ganz sicher gehen will, einen original Eames Sessel zu erstehen, sollte auf das Markenzeichen von Vitra achten. Das Unternehmen besitzt die exklusiven Rechte an den Eames-Stühlen in Europa. Günstige Nachbauten gibt es überwiegend von Internet-Händlern aus Großbritannien. Diese sind zwar auf den ersten Blick günstiger als das Original von Vitra, aber deutlich einfacher in der Verarbeitung (man betrachte nur die Qualität des verwendeten Leders) und weisen eine geringere Lebensdauer auf.

Ob in der eleganten Lobby eines hochklassigen Hotels oder im heimischen Wohnzimmer findet der Eames Sessel seinen Platz. Er ist auch – aber nicht nur – ein eher maskulines Möbelstück. Nicht umsonst findet man den Vitra Lounge Chair in vielen Chef-Etagen. Der hohe Sitzkomfort hat hierzu sicher ebenfalls beigetragen.

„Einen Eames Lounge Chair kauft man nur einmal im Leben“, lautet eine bekannte Aussage. Viele Lounge Chairs leben 25 Jahre oder länger – die kompromisslose Produktqualität dieses Originals macht es möglich.

Korb-Klassiker neu aufgelegt: Gartenmöbel von Sika Design

Sika Design Gartenmöbel

Es war der Sika-Hirsch mit seiner eleganten, dynamischen Form, der Ankjær Andreasen im Jahr 1940 zu seinem Firmennamen inspirierte: Sika Design. Die Anfangsjahre waren alles andere als einfach. Durch den Krieg herrschte eine große Knappheit an Rohstoffen. Andreasen griff auf das zurück, was es gab: Das Stroh kam von abgeernteten Feldern, das Reet fand man ebenfalls unentgeltlich im weitläufigen Marschland Schwedens. In der Anfangszeit stellte Sika Design aber vor allem Körbe aus Rattan her.

Im Jahr 1951 zog „Sika Møbler“ nach Fyn um, wo die Produktion der Körbe ausgeweitet wurde und eine erste Möbelserie erprobt wurde. Firmengründer Andreasen setzte schon damals auf Qualität. Sika Design beschäftigte die besten Korbmacher des Landes und perfektionierte so die Kunst des Flechtens.

Sika Design Fox Chair

Bei der Gestaltung war Sika Design zu dieser Zeit Vorreiter: So nahm der Fox Lounge Chair die organischen Formen der 1950er Jahre vorweg. Seine schwungvolle Silhouette verlieh dem Korbsessel einen expressiven Charakter. Eine Stilikone, die bis heute nichts von ihrer Eleganz eingebüßt hat. Die komfortablen Rattanmöbel fanden in den 50er und 60er Jahren immer mehr Anhänger – und Sika Design verschickte seine Stühle und Sessel bald in alle Welt.

Wengler Chair von Sika Design

Heute sind die besten Entwürfe von damals wieder erhältlich: In seiner Icons-Kollektion legt Sika Design alte Klassiker des Stuhldesigns erneut auf. So auch den Wengler Chair des dänischen Rattan-Pioniers Robert Wengler. Im Jahr 1903 entworfen verkörpert der Stuhl den Stil der Belle Époque, ohne dabei überladen zu wirken. Seine fein ausbalancierte Dynamik macht ihn zu einem Korbsessel, der viele Nachahmer inspirierte.

Sika Design Renoir

Wer einen Rückzugsort sucht, sollte einen Blick auf den Sika Design Renoir Hanging Chair werfen: Der hängende Schaukelsessel wirkt fast wie ein Kokon und bietet den idealen Ort zum Entspannen und Abschalten. Ob auf der Terrasse oder im Loungebereich installiert – der Hängesessel macht es seinem Besitzer leicht, sich in ihm wohlzufühlen. Das Modell ist in mehreren gedeckten Farben erhältlich und wird von Kennern auch augenzwinkernd „Hanging Egg Chair“ genannt.

Café-Stuhl von Sika Design

Die Modelle der Serie Affäire bringen hingegen französisches Café-Flair in die eigenen vier Wände. Sie werden aus Rattan und einer modernen synthetischen Faser gefertigt, die besonders langlebig ist und interessante Farbschattierungen möglich macht. Auch auf kleinen Balkonen sorgen die Stühle und Bistrotische von Affäire für eine elegante und internationale Atmosphäre.

Für welchen Korbmöbel-Klassiker man sich auch entscheidet, eines ist allen gemein: Auch heute noch vereinen sich Komfort, Qualität und durchdachtes Design in den Möbeln von Sika. Jetzt die Sika Design-Kollektion in unserem Onlineshop entdecken.

Cherner Chair: Skulpturaler Stuhl mit Geschichte

Cherner Chair Stuhl

Er zieht die Blicke auf sich, schmeichelt den Augen des Betrachters mit seinen weichen Formen: Der Cherner Chair. Eine der Design-Ikonen des 20. Jahrhunderts. Erdacht im Jahr 1958 von Designer und Wohn-Pionier Norman Cherner. Mit seiner markanten Rückenlehne, der geschwungenen Form und veredeltem Schichtholz als Werkstoff ist der Cherner Chair bis heute ein Vorbild für die perfekte Synthese von Form und Handwerk.

Norman Cherner

Norman Cherner studierte und lehrte an der Universität von Columbia und beschäftigte sich dort schon früh mit Design – sowohl von Möbeln als auch von kompletten Häusern. Aufmerksam verfolgte er die Bauhaus-Bewegung und ihr Ziel, mit Hilfe von vorgefertigten quasi-industriellen Elementen immer wieder neue Bauformen und Häuser zu erschaffen. In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg war günstiger Wohnraum in den USA knapp. Cherner forschte intensiv zur Frage, wie man besonders günstige und funktionale Häuser bauen konnte. 1960 stellte er seine Studie „How to Build a House for Less than $6,000“ vor.

Cherner Stühle in einem Restaurant

Doch Cherner war nicht nur ein Pionier auf dem Gebiet der Fertighäuser, sondern auch ein talentierter Zeichner und Designer. Parallel zu seinen anderen Projekten entwarf er im Jahr 1958 den so genannten Cherner Chair aus Schichtholz. Dieser wurde vom Möbelhersteller Plycraft produziert. Dabei ging es nicht immer ganz ehrlich zu: Plycraft erzählte Cherner, dass sie den Stuhl aus dem Programm nehmen würden. Hinter seinem Rücken produzierten sie den Cherner Chair unter eigenem Namen aber weiter. Erst nachdem Norman Cherner die Firma verklagte, erklärte diese sich diese bereit, ihm Lizenzabgaben für den Entwurf zu zahlen. In den 1970er Jahren ließ das öffentliche Interesse an Cherners Stuhl langsam nach und die Produktion wurde eingestellt.

Cherner Barhocker

Mehr als 20 Jahre lang konnte man die skulptural wirkende Form und den geschwungenen Sitzkörper des Cherner Chairs fast ausschließlich in Museen, Galerien und den Häusern einiger Sammler bewundern. Das änderte sich, als Cherners Söhne Benjamin und Thomas im Jahr 1999 die Cherner Chair Company gründete und begannen, die Designs ihres Vaters wiederzubeleben. Der fortgesetzte Erfolg ihrer Arbeit inspirierte Benjamin, selbst Architekt und Designer, auch eigene Entwürfe in die Firma einzubringen. So entstand im Jahr 2004 der Cherner Tisch, welcher optimal zu den Stühlen passt. Die Neuauflagen der Cherner Möbel werden nach Originalzeichnungen und Maßangaben geplant und wie das Original vollständig in den USA gefertigt.

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Kuriositäten in Glas: Lee Broom Leuchten

Lee Broom Händler

Er wandelt auf dem schmalen Grat zwischen Vintage und Moderne: Der britische Nachwuchsdesigner Lee Broom liebt es, mit verschiedenen Stilen und Materialien zu experimentieren und aus alten Formen völlig neue Möbel oder Leuchten zu erschaffen. Ähnlich wie Tom Dixon pflegt er dabei einen ausgeprägten Hang zum Eklektizismus.

Lee Broom PortraitLee Broom hat eine einzigartige Karriere hinter sich: Als Schauspieler brillierte er am Theater, es folgte ein Praktikum bei der Modedesignerin Vivienne Westwood und ein Studium mit gleichem Inhalt. Doch Lee Broom wandte sich der Gestaltung von Inneneinrichtungen zu. Seine Entwürfe überzeugten: Mehr als 40 Bars und Restaurants in Großbritannien konnte er mit seinen Entwürfen zu einzigartigen Orten der Zusammenkunft umgestalten.

Erst im Jahr 2007 begann der Jungdesigner, eigene Möbel und Leuchten zu fertigen. Mit großem Erfolg: Auf der Mailänder Messe, dem wichtigsten Branchentreffen der Interior Design-Branche überraschte Lee Broom im letzten Jahr mit kühnen Entwürfen, die Vintage und Moderne kombinieren und konnte so seinen Durchbruch in der internationalen Designwelt feiern.

Sie sehen aus wie Glasvasen oder Whiskykaraffen: Die Lee Broom Leuchten avancieren zu eigenständigen Objekten im Raum. Das geschliffene Glas bildet die Grundlage für besondere Leuchtkörper, die durch Halterungen und Kabel in Messing klassisch abgerundet werden. Britisches Understatement trifft auf ornamentale Entwürfe, die fast schon exotisch wirken.

Lee Broom Clear Crystal Bulb Leuchte

Ein wichtiger Bestandteil der Lee Broom Leuchten ist ihre Herstellung: Die Glasleuchten werden von Handwerksbetrieben in England nach traditionellen Methoden gefertigt. Und doch vereinen sich Modellen wie der Lee Broom Clear Crystal Bulb Tradition und Moderne. Die Leuchte besteht aus einer Glühlampe die mit aktueller LED-Technik ausgestattet ist. Die Crystal Bulb passt in eine klassische E27-Fassung, ist aber sehr stromsparend und dimmbar. Mit einer Lebensdauer von bis zu 45.000 Stunden bereitet sie lange Freude.

Lee Broom Square Decanter Leuchte

Die Square Decanterlight lehnt sich in ihrer Gestaltung an das Design einer Whiskykaraffe an. Die Bell Decanterlight greift die Form einer einfachen Glasvase auf. In Kombination gehängt, entstehen spannende Lichtobjekte, die bei Gästen des Hauses zuverlässig für Aufsehen sorgen.

Als funkelnder Blickfang bringen die außergewöhnlichen Leuchten von Lee Broom eine spannende Melange aus Vintage-Elementen und moderner Lichtgestaltung in die eigenen vier Wände. Der Brite ist auf dem besten Weg die europäische Designwelt voll und ganz mit seinen Kreationen zu verzaubern. So wurde er im Jahr 2011 mit dem British Design Award als „Designer of the year“ ausgezeichnet.

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Formbewusste Eleganz: Atelier Areti Leuchten

Areti Mimosa Leuchte

Wie ein Ast mit den zarten Knospen des Frühlings streckt sich die Mimosa Leuchte von Atelier Areti unterhalb der Decke durch den Raum. An dem Arm sind neunzehn Leuchtkörper aus weißem Glas scheinbar zufällig angeordnet. Die Leuchte wirkt elegant und verspielt zugleich – und kann mit ihrer Länge von 1,10 Meter auch größere Lichtensembles formvollendet ergänzen.

Hinter Atelier Areti stecken die beiden Schwestern Gwendolyn und Guillane Kerschbaumer. Nach ihrer Designausbildung haben sie das Label gegründet um ihre eigenen Lichtkreationen zu präsentieren. Schon mit der ersten Kollektion gelang es ihnen, die Aufmerksamkeit der internationalen Design-Szene auf sich zu ziehen. Nicht zuletzt wurde die Up & Down-Leuchte in der AD Deutschland sowie die Two Spheres-Leuchte in der Elle Decoration vorgestellt. Die Areti-Leuchten werden in London gestaltet und in Deutschland und Schweden von renommierten Handwerksbetrieben gefertigt.

Areti Periscope Leuchte

Ein Haltestab, eine Lampe und ein Gelenk – das sind die Kernelemente der Areti Periscope Sphere Deckenleuchte. Das Gelenk aus Messing ermöglicht Schwenkungen und Drehungen – die Leuchte wird zum Designobjekt im Raum. Nicht zuletzt kommt durch die flexible Ausrichtung das Licht genau dorthin, wo es benötigt wird. Eine zurückhaltende und elegante Leuchte, welche erst im Ensemble mit weiteren Periscope Spheres ihre volle Wirkung entfalten kann.

Areti Hook Leuchte

Das Eleganz auch durch Minimalismus entstehen kann, beweist Atelier Areti mit der Hängeleuchte Hook. Die Leuchte wird über einen schlichten Haken aus schwarz lackiertem Stahl gehängt. Das Kabel wird bewusst offen gezeigt und trägt zum nonchalanten Erscheinungsbild der Hook-Leuchte bei. Ein Balanceakt zwischen Provisorium und Funktionalität.

Areti Two Spheres Leuchte

Das Spiel mit der Perspektive ist das entscheidende Element, mit welchem die Areti Two Sphere Deckenleuchte den Betrachter in den Bann zieht. Der ausladende Lampenarm ist nur an der Mitte fixiert und lässt sich dort wie gewünscht neigen. Jeder Blickwinkel lässt die Leuchte anders erscheinen und erschafft eine neue geometrische Figur. Die Betonung von Form und Geometrie wird durch den schlichten Glasleuchtkörper der Two Sphere unterstrichen. Hängen mehrere der Areti-Leuchten in einem Raum so entstehen spannungsreiche Strukturen aus Lichtobjekten.