Luftballons und Muffins: Verspielte Leuchten von Brokis

Sie sehen aus wie bunte Luftballons oder überdimensionierte Muffins: Die verspielten Leuchten von Brokis locken mit neuartigen Formen und sind ein schöner Hingucker. Bei der Herstellung setzt das tschechische Designhaus auf klassische Handwerkstechniken wie die Glasbläserkunst oder die Holzverarbeitung.

Wer sie zum ersten Mal sieht, könnte vermuten, dass sie verkehrt herum steht. Doch der nach oben gestreckte Glasköper der Muffin-Leuchte gehört zum Konzept. Die Tischleuchte von Brokis wirkt mit ihrer Kombination aus gewachstem Eichenholz und dem gefärbten Glaskörper überaus behaglich und gediegen. Der Körper der Muffin-Leuchte ist üppig geschwungen und schimmert in warmem Grau, Braun oder Olive. Modernen, monochrom gehaltenen Interieurs fügt „Muffin“ eine warme Note hinzu und vermittelt mit ihrem weichen Licht ein Gefühl von harmonischer Gemütlichkeit. Auch als Hängeleuchte vermittelt sie überzeugend die Vision von Brokis, natürliche Materialien, handwerkliche Verarbeitung und ein zeitgemäßes Design miteinander zu verbinden.

Mit der leuchtenden Luftballon-Lampe von Brokis werden Kinderträume wahr: Es wirkt fast so, als hätte ein Ballon sich gelöst und wäre an die Decke geschwebt. Hier leuchtet er nun in einer von acht Farben. Zieht man an der Schnur von Brokis Memory, so kann man die Lampe an- und ausschalten.

Designer Boris Klimek wollte bewusst eine Leuchte entwickeln, die sowohl im Kinderzimmer als auch in modern eingerichteten Wohnräumen einen originellen Charme versprüht. Wer seinem Spieltrieb nachgibt, hängt vielleicht gleich mehrere Brokis Memory-Leuchten an die Wand oder Decke – und freut sich dann an den verwunderten Blicken der Betrachter…

Die Brokis-Leuchten sind im Einrichtungshaus von dopo_domani in Berlin und im dopo domani Onlineshop erhältlich.

Alles von Hand: Traditionelle Produktion bei Delightfull

Nur selten gewährt ein Design-Hersteller Einblick in die eigene Produktion. Umso mehr überraschen die Fotos, welche uns Delightfull aus Portugal nun zeigt. In der kleinen Leuchtenmanufaktur in Oporto wird noch gearbeitet wie vor 100 Jahren – und das im besten Sinne: Nach traditionellen handwerklichen Methoden und mit klassischem Werkzeug werden die extravaganten Leuchten von Delightfull gefertigt.

Die verwendeten Maschinen stammen aus Deutschland und sind zwar alt, aber dennoch zuverlässig, wie Delightfull betont. Die 2008 gegründete Firma hat sich zum Ziel gesetzt, die Handwerkstradition der Region zur fördern und vor dem Aussterben zu bewahren.

Handarbeit wie in alten Zeiten: Delightfull Ike Leuchte

Delightfull verfügt über kein Lager: Alle Leuchten werden auf Kundenwunsch mit eine Vorlaufzeit von rund acht Wochen individuell gefertigt. Eine andere Farbe? Eine andere Größe? Bei dieser Form der Herstellung kein Problem. Neben Aluminium kommen Kupfer, Messing, Carrara-Marmor und Gold für die eleganten Leuchten zum Einsatz.

Der letzte Schliff: Delightfull Diana Tischleuchte

In aufwendiger Feinarbeit wird jede Leuchte von Hand bearbeitet und fertig gestellt. Es entstehen außergewöhnliche Objekte, die begeistern und verzaubern. Und die bis zum letzten Detail ein Unikat sind.

Die außergewöhnlichen Leuchten von Delightfull sind erhältlich im Onlineshop von dopo_domani.

Rough and Smooth: Tom Dixon zeigt neue Kontraste

Grobes Nickel trifft auf schimmerndes Messing, fragiles Rauchglas auf langlebigen Stahl. Die neue Kollektion des britischen Designers Tom Dixon ist ein Spiel mit den Kontrasten. Rough and Smooth lautet das Motto, unter welchem die neuen Einrichtungsobjekte Anfang April in Mailand vorgestellt wurden.

Bei einigen der vorgestellten Stücke handelt es sich um Fortsetzungen von bekannten Serien: So werden die beliebten Tom Dixon Base-Leuchten um eine Variante in glänzendem Kupfer ergänzt. Der Fan Chair bekommt einige kleinere Brüder, die als Esszimmerstuhl und Hocker ihren Auftritt haben. Und der Offcut-Hocker ist endlich auch in klassisch-elegantem Schwarz erhältlich.

Mehr noch überrascht Tom Dixon aber 2013 mit seinen neuen Kreationen: Die markante Gem-Serie umfasst drei neue Leuchten, drei Spiegel und zwei Beistelltische, welche alle aus Nickel gearbeitet sind. Die raue Oberfläche des Materials weckt Assoziationen an das Industrie-Design. In der Gestaltung setzt Tom Dixon Gem auf eckige Formen und klare Kanten. In modern und urban gestalteten Räumen werden die Objekte von Gem sicher für Aufsehen sorgen.

Mit Tom Dixon Flask präsentiert der britische Hersteller eine fragil wirkende, handgefertigte Hängeleuchte, die aus einer einzelnen Glaskugel besteht. Design-Liebhaber werden sich bei der Leuchte eventuell an die Kreationen von Bocci erinnert fühlen. Der Körper von Flask besteht aus Rauchglas und soll ein weiches, angenehmes Licht ausstrahlen. Mehrere Flask-Leuchten können als Arrangement gehängt werden und ermöglichen vielschichtige und spannungsreiche Kombinationen.

Aus zwei halbrunden Kugeln setzt sich die Leuchte Bell zusammen. Ihr Äußeres besteht aus chrom-beschichtetem Stahl, welcher auf Hochglanz poliert wurde. In Tom Dixon Bell spiegelt sich die Umgebung der außergewöhnlichen Leuchte. Das Licht fällt dabei durch eine Platte aus Milchglas und wird so weich und klar.

Futuristisch erleuchtet Tom Dixon Cell den Raum. Die markante Leuchte aus Messing ist eine Abwandlung der bekannten Etch-Serie des Herstellers. Der Leuchtkörper ist in einem extra Käfig eingebettet. Ein extravagantes Lichtobjekt, welches in seiner Form nicht von ungefähr an einen Science-Fiction-Film erinnert.

Darf es etwas 70er Jahre Disco-Glamour sein? Mit dem Spun-Champagnerkühler und den beiden Spun-Tischen präsentiert Tom Dixon eine Zeitreise in die Vergangenheit. Die ausgefallenen und leicht schrägen Objekte machen sich gut in einer Cocktailbar oder im Wohnzimmer und sind aus solidem Messing gefertigt. Space Age trifft auf Art Deco – eine ausgefallene Kombination, die sicher nicht jeden Geschmack treffen wird. Aber das ist auch gar nicht das Ziel der kontrastreichen neuen Kollektion von Tom Dixon…

Entdecken Sie die komplette Kollektion von Tom Dixon im neuen Katalog 2013.

100 Jahre Pastoe: Niederländisches Design feiert Geburtstag

„Zeitlose Möbel mit unendlichen Möglichkeiten und Blick fürs Detail“ – unter dieses Motto stellt Pastoe seine Einrichtungsobjekte. In diesem Jahr feiert der niederländische Design-Hersteller sein 100-jähriges Jubiläum mit verschiedenen Veranstaltungen und einer Sonderedition.

Ausstellung „Like Pastoe“ in Kunsthalle Rotterdam

Eine Sonderausstellung in der Kunsthalle Rotterdam mit dem Titel „Like Pastoe“ zeigt zahlreiche Werke aus der Firmengeschichte und setzt sie in einen neuen Kontext. Die Ausstellung ist in drei Themenblöcke unterteilt: Der bildende Künstler Krijn de Koning präsentiert in „Archive“ eine Zusammenstellung von Möbeln, Gemälden, Postern und Publikationen aus der Historie von Pastoe.

Gemeinsam mit der Architektin Anne Holtrop gestaltete er zudem drei Pavillons für den „Environments“ genannten Teil. In den verschiedenen Räumen, die sich in Form, Farbe, Materialien und Licht unterscheiden, werden Einrichtungsgegenstände von Pastoe aus unterschiedlichen Epochen neu kombiniert. Mit „Innovationen“ blickt die Ausstellung über den Tellerrand hinaus. Neue Objekte und Ideen wurden von Designern wie Konstantin Grcic, Naoto Fukasawa, Claudio Silvestrin entwickelt und auf der Ausstellungsfläche umgesetzt.

Die Ausstellung „Like Pastoe“ läuft noch bis zum 2. Juni in der Kunsthalle Rotterdam. Am 27. Mai findet hier auch eine Versteigerung klassischer Pastoe-Möbel aus verschiedenen Epochen statt.


Sonderserie: Vision Elements Jubilee Cabinet

Exklusiv für das Jubiläum hat Pastoe das Vision Elements Jubilee Cabinet entwickelt. Der Schrank ist von der U+N und der Berken-Serie der 1950er und 60er Jahre inspiriert und wurde von Cees Braakman gestaltet. Als Aufbewahrungsmöbel und Arbeitstisch vereint es gleich mehrere Funktionen in sich. Die Farbe jedes Frontmoduls kann dabei individuell gewählt werden. So wird das Jubilee Cabinet zu einem persönlichen Möbelstück, welches genauso zeitlos ist wie seine Vorgänger.

Die ruhige Komposition der Vision Elements-Serie, welche ohne Griffe auskommt und mit ihrer unaufgeregten Geradlinigkeit überzeugt, findet sich auch in dem Pastoe Jubilee Cabinet wieder. Die Fronten werden mit dem Push-Touch-System geöffnet: Ein Druck gegen die Frontseite eines Moduls genügt, um die Tür sanft zu entriegeln. Dieses Understatement im Detail hat Pastoe in den letzten 100 Jahren so bekannt gemacht.

Das Pastoe Jubilee Cabinet ist ab sofort auch bei dopo_domani in Berlin erhältlich.

Im Bild zu sehen: Die Pastoe Vision-Serie. Entdecken Sie die ganze Kollektion von Pastoe bei dopo_domani in unserem virtuellen Showroom.

Erinnerungen aus Asche: Tuomas Tolvanen im Interview

Der in Amsterdam lebende Nachwuchskünstler Tuomas Markunpoika Tolvanen hat einen Schrank mit Metallringen überzogen und dann angezündet. Nur ein fragiles Abbild des Möbelstückes bleibt dabei übrig. Im Interview mit unserem Blog erklärt er, wie er auf diese Idee kam und was sich hinter seiner Serie „Engineering Temporality“ verbirgt.

Was war deine Inspiration zu Engineering Temporality?

Das Thema von „Engineering Temporality“ entstand bei mir aus der Beschäftigung mit der Alzheimer-Erkrankung meiner Großmutter. Sie, einst eine mutige und starke Frau, war nur noch ein schwaches Abbild ihrer Vergangenheit. Als sie anfing, ihre eigenen Erinnerungen zu verlieren, verblasste der Stoff ihres Lebens und sie wurde zu einer bloßen Hülle des Menschseins.

Tuomas Markunpoika Tolvanen

Die Verwendung von Sprache in der westlichen Kultur beinhaltet, dass Erinnerungen häufig als Besitz betrachtet werden: Wir „erhalten“ Erinnerungen am Leben, wie „bewahren“ sie, als wenn sie sich dadurch in Objekte verwandeln würden. Objekte, mit denen wir Erinnerungen verbinden, werden dadurch unersetzlich für uns.

Wir haben die Tendenz bestimmte Objekte, welche eine besondere Bedeutung für uns haben, als besonders fragil und zerbrechlich anzusehen. Auf diese Weise haben wir die Möglichkeit, für sie zu sorgen und sie zu schützen. Diese Objekte sehen wir deshalb als so bedeutsam und wertvoll an, weil wir glauben, damit unsere eigene Vergänglichkeit überwinden zu können.

Der deutsche Philosoph Martin Heidegger hat gesagt, dass die Vergänglichkeit uns Menschen definiert. Er spricht vom Dasein als dem zeitlichen Modus des Seins. Unsere Existenz im Dasein zeigt sich in unserer Fürsorglichkeit. Ich denke das Heideggers Philosophie uns genau das sagen will: Über die Fürsorge für bestimmte Objekte können wir besser erkennen, wer wir wirklich sind.

So wie unser menschliches Leben zerbrechlich, vergänglich und mit Makeln behaftet ist, so soll auch unser Design diese Werte widerspiegeln und in unsere Umgebung bringen. Unsere Auffassung von Schönheit übertragen wir auf Objekte, die wir symbolisch als vergleichbar mit uns sehen.

Wie hast du den„verbrannten Schrank“ technisch hergestellt? War es nicht gefährlich, den Schrank anzuzünden und zu verbrennen?

Das Material, welches ich für mein Objekt verwendet habe, ist überaus gängig bei der Herstellung von Möbeln: Stahlrohr. Ein massenhaft hergestelltes, anonymes Produkt. Perfekt in Größe und Form, aber das komplette Gegenteil von uns Menschen. Ich habe das Material angepasst, indem ich es in kleine Ringe geschnitten habe. Jeder einzelne Ring wurde so unregelmäßig und unvollkommen.

Die Ringe habe ich rund um den Holzschrank aneinander geschweißt, um so die physische Erinnerung an das Objekt festzuhalten. Als der Schrank von einer halbdurchlässigen Schicht an Ringen bedeckt war, habe ich ihn angezündet. Nur das Außenskelett des Schrankes blieb dabei stehen. Die Türen und Gelenke des Schrankes habe ich dann nachträglich angebracht.

Ich würde nicht sagen, dass das Verbrennen des Schrankes gefährlich war. Es war eher aufregend und erschreckend. Ich wusste ja nicht, was hinter der Ascheschicht übrig bleiben würde und ob meine Technik funktionieren würde.

Siehst du dich mehr als Künstler oder als Designer?

Ich bin kein großer Fan davon, mich selbst zu kategorisieren. Diese Einordnungen bleiben doch immer recht vage und beschreibend. Ich sehe mich selbst eher als „Entrepreneur“ oder „Macher“.

Natürlich kann und will ich nicht kontrollieren, was die Leute über meine Arbeit denken. Das ist ein sehr subjektives Thema und die Debatte darüber, ob etwas Design oder Kunst ist, wird meistens von außerhalb geführt. Ich bevorzuge es, konzeptionelle Elemente in meine Arbeit zu integrieren und so meinen Arbeiten mehr Inhalt zu geben. Vielleicht ist das auch mein persönlicher Weg die Langweiligkeit von alltäglichen Design-Objekten zu überwinden. Ist das Kunst? Ich weiß es nicht.

Als mein Vater meine Arbeit zum ersten Mal gesehen hat, fragte er: „Funktioniert es?“. Ich antwortet: „Es ist nicht dazu gemacht, als Schrank zu funktionieren. Es ist mehr eine physische Darstellung meiner Theorie und Forschung.“ Er überlegte eine Weile. Schließlich erwiderte er: „Dann ist es Dekoration, oder?“

Was ist für dich der Schnittpunkt zwischen Kunst auf der einen und Design auf der anderen Seite?

Ich habe mit den unterschiedlichsten Leuten in verschiedenen Ländern gesprochen. Die meisten von ihnen sagen, dass „Engineering Temporality“ Kunst ist und nicht Design.

Ich weiß wirklich nicht, was ein Objekt zu „Kunst“ oder „Design“ macht. Vielleicht könnte man Design als „Kunst mit Funktion“ beschreiben oder als Produkt einer Kunstindustrie. Vielleicht ist zeitgenössisches Design aber auch so komplex, facettenreich und fragmentiert, dass es sich dieser Kategorisierung entzieht.

Wir freuen uns, den Schrank der Serie Engineering Temporality in Kürze in unserem Einrichtungshaus in der Kantstraße 148 in Berlin zeigen zu können. Mehr Infos zu den Werken von Tuomas Markunpoika Tolvanen gibt es auch auf seiner Webseite.

Wohnzimmer im Freien: Outdoor-Möbel von Dedon

Wie wird ein Profi-Fussballer zum Gründer einer Firma für Gartenmöbel? Und wie schafft man es damit an die Weltspitze? Die Geschichte von Bobby Dekeyser erzählt genau das…

Vom Fussballer zum Unternehmensgründer

Mit 15 Jahren erfüllt sich Bobby Dekeyser einen Traum, den wohl viele Jungen haben: Er verlässt die Schule, um Fußball zu spielen. „Anfangs hatte ich überhaupt kein Gefühl für den Ball“, sagt er heute. Doch die fehlende Begabung macht der 19-jährige mit viel Leidenschaft, Ausdauer und Durchsetzungsvermögen wett. In seiner Position als Torwart ist er bald so gut, dass er nur vier Jahre später beim FC Bayern München unterschreibt. Eine Karriere in der Welt des Profisports scheint vorgezeichnet…

Doch im Sommer 1990 wird Bobby Dekeyser schwer verletzt. Ein Ellbogenstoß eines anderen Spielers zertrümmert ihm die linke Gesichtshälfte. Der Unfall wird sein Leben vollständig verändern. Im Krankenhausbett erfährt er aus der Zeitung, dass schon ein Nachfolger für ihn engagiert wurde. Eine Welt bricht für ihn zusammen. Weiter machen mit Fußball will der 26-jährige nicht mehr, seinen Kindheitstraum hat er sich damit erfüllt, jetzt will er sich neuen Herausforderungen widmen. Noch im Krankenhaus gründet er Dedon.

Am Anfang verkaufte Dedon noch Skier

Das Witzige: Am Anfang wusste Bobby Dekeyser nicht mal, was er bei Dedon überhaupt verkaufen wollte. „Ich dachte nicht an großen geschäftlichen Erfolg, sondern nur daran, mit Freunden und Familie Spaß zu haben“, erzählt er heute. Im Keller eines Einfamilienhauses geht er ans Werk: Individuell mit Airbrush verzierte Skier sollen Dedon mit Leben erfüllen. 1.000 Ski stellt er auf diese Weise her, verkauft werden nur 80 Stück – und davon kommen 50 als Retoure zurück. Ein totaler Reinfall.

„Ein Wohnzimmer im Freien“

Ein anderer Unternehmer hätte an dieser Stelle vielleicht aufgegeben. Doch Bobby Dekeyser war immer schon ein Mann, der seine Visionen konsequent verfolgte und sich nicht von wirtschaftlichen Tiefschlägen entmutigen ließ. Seit jeher liebte er das Leben im Freien. Auf seiner Terrasse standen wie vielerorts Rattan-Möbel. Doch diese gingen bei der Witterung schnell kaputt. „Kein Mensch würde sich in seinem Wohnzimmer Möbel von so minderer Qualität gefallen lassen“, sagte er.„Warum also draußen?“ So kam er auf die Idee, die hochwertigen Möbel für ein „Outdoor-Wohnzimmer“ zu kreieren. Aus Dedon wurde der Möbelhersteller, den wir heute kennen.

Die Erfindung der Dedon-Faser

Bei der Herstellung der Outdoor-Möbel kommt ihm die Erfahrung seiner Familie zugute. Sein Onkel Seppi Hummer ist Ingenieur und Kunststoffexperte in der familieneigenen Firma. Gemeinsam entwickeln sie eine raffinierte Synthetikfaser. Sie ist biegsam und weich und dabei zugleich stark und wetterbeständig. Doch wie aus dem High-Tech-Produkt ein brauchbares Möbelstück fertigen?

Traditionelle Gartenmöbel neu gedacht

Als Bobby Dekeyser auf einer Messe die traditionelle Flechtkunst philippinischer Hersteller sieht, hat er eine Idee. Sechs Tage später sitzt er im Flugzeug nach Cebu City. Im Handgepäck hat er eine 47 Kilo schwere Rolle seiner Kunstfaser. Er will herausfinden, ob die Flechtmöbel statt aus Rattan auch aus der Dedon-Faser hergestellt werden können. Das Experiment glückt. Schon bald werden die ersten Dedon-Möbel auf den Philippinen gefertigt. Später gründet Bobby Dekeyser ein eigenes Werk vor Ort, um die Qualität der Möbel weiter zu steigern.

Der Erfolg von Dedon

Bald zahlt sich aus, dass Dedon jedes Glied der Produktionskette selbst kontrolliert: Von der Fertigung vor Ort über das Marketing und den Vertrieb liegen die Schlüsselpositionen in der Hand der Familie von Bobby Dekeyser. Im Jahr 2003 ist Dedon bereits in 80 Ländern vertreten. Teilweise wächst der Umsatz um 80 % in einem Jahr. Über Nacht ist aus dem kleinen mittelständischen Unternehmen ein großer Spieler in der Welt der Gartenmöbel geworden.

Dedon-Gartenmöbel: Originelle Entwürfe für das Leben im Freien

Auch heute überrascht Dedon immer wieder mit originellen Ideen und Entwürfen. Neben klassischen Serien (Dedon Barcelona, Dedon Tango), welche sich an der Vision eines „Wohnzimmers im Freien“ orientieren, gibt es auch kühne Produkte, welche einen völlig neuen Blick auf das Leben in der Natur ermöglichen. So bietet etwa Dedon Nestrest eine gewagte und dennoch gemütliche Kombination aus Schaukel, Baumhaus und Nest. Mit Dedon Orbit und Orbit XXL hat der Hersteller die Sofainsel neu erfunden. Und mit Dedon Swingrest wird es möglich, auf einem runden Loungemöbel wortwörtlich in der Luft zu schweben. Und das alles unter freiem Himmel. Kann es etwas Schöneres geben?

Jetzt Dedon entdecken im dopo_domani Onlineshop